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Untersuchung des Fließverhaltens von Pulvern mit dem Texture Analyser TA.XTplus

Um einfache Pulveruntersuchungen wie z. B. den Schüttgutfestigkeitstest durchzuführen, ist es nicht erforderlich, einen Powder Flow Analyser zu verwenden. Auch mit dem Standard TA.XTplus können diese Messungen durchgeführt werden.

Einfache Bestimmung des ffC-Wertes

Der ffC-Wert lässt sich mit dem Unconfined Yield Stress Rig einfach ermitteln. Bei diesem Versuch wird die Pulverprobe in einen Plexiglas-Zylinder gefüllt und mit einer definierten Kraft (Verfestigungsspannung σ1) verdichtet. Nach erfolgter Komprimierung des Pulverkuchens wird der Zylinder entfernt und der freistehende Pulverkuchen mittels Kompressionsversuch bis zum Bruch belastet (Schüttgutfestigkeit σc). Diese Versuche werden in der Regel bei unterschiedlichen Temperaturen und Lagerbedingungen der Pulver oder Granulate durchgeführt.

Die Bestimmung der Schüttgutfestigkeit ist eine sehr einfache Methode, um das Fließverhalten von Pulvern zu bestimmen. Bei diesem Test wird ein Pulver mit unterschiedlichen Kräften für definierte Zeiten belastet. Die Limitierung dieser Methode ist eine minimale Verfestigungsspannung; unterhalb einer bestimmten Spannung versagt jedes gegebene Pulver, das nicht vollständig kohäsiv ist, unter seinem eigenen Gewicht.   

Bestimmung des Fleißindex ffC

Die Schüttgutfestigkeit allein hat nur wenig Bedeutung, da sie von der Verfestigungsspannung abhängig ist. Ein stark verdichtetes Pulver wird aus diesem Grund wahrscheinlich schlechter fließen und hat eine größere Druckfestigkeit. Somit wird der Fließindex verwendet, um Pulver bei gleicher Verfestigungsspannung zu vergleichen.

Eine längere Verdichtungszeit, eine höhere Temperatur oder eine höhere Luftfeuchtigkeit führen zu einem schlechteren Fleißverhalten.