Ein Cra­cker kommt frisch aus der Pro­duk­ti­on und ist da noch knusp­rig und kross. Zehn Wochen spä­ter öff­net der Ver­brau­cher die Packung und ist ent­täuscht: Der Cra­cker ist weich gewor­den.

Für die­sen Tex­tur­ver­lust kön­nen meh­re­re Fak­to­ren ver­ant­wort­lich sein: Rest­feuch­te nach dem Backen, die Poren­struk­tur des Pro­dukts, das Lager­kli­ma oder die Ver­pa­ckung kön­nen gemein­sam dazu bei­tra­gen, dass ein Snack mit der Zeit an Knusp­rig­keit verliert.

Mit einer Tex­tur­mes­sung lässt sich ver­fol­gen, wie sich das Bruch­ver­hal­ten über die Lager­zeit ver­än­dert. Statt sich allein auf sen­so­ri­sche Ein­drü­cke zu ver­las­sen, ent­steht so ein mess­ba­rer Ver­lauf: Wann setzt der Tex­tur­ver­lust ein, wie schnell schrei­tet er fort – und wel­che Vari­an­te bleibt län­ger knusprig?

Knusp­rig­keit mecha­nisch betrachtet

Ein knusp­ri­ges Pro­dukt ver­formt sich nur wenig, bevor es bricht. Es gibt nicht lang­sam und gleich­mä­ßig nach wie ein wei­ches Gebäck, son­dern ver­hält sich sprö­de: Die Struk­tur hält zunächst stand und bricht dann plötz­lich, oft an meh­re­ren Stel­len gleich­zei­tig oder kurz hintereinander.

Nimmt ein tro­cke­ner Snack Feuch­tig­keit auf, ver­än­dert sich die­ses Ver­hal­ten: Die Struk­tur wird wei­cher und plas­ti­scher. Statt kla­rer Bruch­er­eig­nis­se zeigt sich ein gleich­mä­ßi­ges Nachgeben.

Wie sich Knusp­rig­keit objek­tiv erfas­sen lässt

Ein Tex­tu­re Ana­ly­ser misst nicht den Feuch­te­ge­halt eines Pro­dukts. Er erfasst die mecha­ni­schen Fol­gen der Feuch­te­auf­nah­me – also zum Bei­spiel den Ver­lust der sprö­den Bruchstruktur.

Wel­che Prüf­me­tho­de geeig­net ist, hängt von der Form und Struk­tur des Pro­dukts ab.

hdp/3pb - 3-punkt-biegevorrichtung für bruchversuche mit dem texture analyserFür fla­che, fes­te Pro­duk­te wie Cra­cker oder Kek­se bie­tet sich häu­fig eine Drei-Punkt-Bie­­gung an. Die Pro­be liegt auf zwei Auf­la­gern, wäh­rend ein Stem­pel von oben mit­tig auf das Pro­dukt drückt, bis es bricht.

Bei Chips, Extru­da­ten oder ande­ren unre­gel­mä­ßig geform­ten Pro­duk­ten sind Pene­­tra­­ti­ons- oder Scher­tests oft bes­ser geeig­net. Häu­fig wer­den dabei meh­re­re Ein­zel­stü­cke gemein­sam geprüft, wie in einer Kra­­mer-Scher­­zel­­le oder Otta­­wa-Zel­­le, weil die Unter­schie­de zwi­schen ein­zel­nen Pro­ben sonst sehr groß sein können.

Ent­schei­dend ist dabei nicht nur ein ein­zel­ner Spit­zen­wert. Beson­ders inter­es­sant ist der gesam­te Ver­lauf der Kraft-Weg-Kur­­ve.

Bei einem sprö­den Pro­dukt zeigt die Kraft-Weg-Kur­­ve typi­scher­wei­se zahl­rei­che klei­ne Kraft­ab­fäl­le. Jeder die­ser Abfäl­le steht für ein Bruch­er­eig­nis inner­halb der Pro­dukt­struk­tur. Dabei sind die Bruch­er­eig­nis­se selbst sehr schnell und erfor­dern eine hohe Mess­ra­te – die Soft­ware Expo­nent Con­nect erfasst dafür bis zu 2.000 Mess­punk­te pro Sekun­de. Wie sich die­se Bruch­er­eig­nis­se in der Pra­xis zei­gen, ver­an­schau­licht die Kraft­kur­ve einer Corn­flakes-Pro­­be in einer Kramer-Scherzelle:

Ein Tex­tu­re Ana­ly­ser misst nicht den Feuch­te­ge­halt eines Pro­dukts. Er erfasst die mecha­ni­schen Fol­gen der Feuch­te­auf­nah­me – also zum Bei­spiel den Ver­lust der sprö­den Bruchstruktur.

Wel­che Prüf­me­tho­de geeig­net ist, hängt von der Form und Struk­tur des Pro­dukts ab.

hdp/3pb - 3-punkt-biegevorrichtung für bruchversuche mit dem texture analyser

Für fla­che, fes­te Pro­duk­te wie Cra­cker oder Kek­se bie­tet sich häu­fig eine Drei-Punkt-Bie­­gung an. Die Pro­be liegt auf zwei Auf­la­gern, wäh­rend ein Stem­pel von oben mit­tig auf das Pro­dukt drückt, bis es bricht.

Bei Chips, Extru­da­ten oder ande­ren unre­gel­mä­ßig geform­ten Pro­duk­ten sind Pene­­tra­­ti­ons- oder Scher­tests oft bes­ser geeig­net. Häu­fig wer­den dabei meh­re­re Ein­zel­stü­cke gemein­sam geprüft, wie in einer Kra­­mer-Scher­­zel­­le oder Otta­­wa-Zel­­le, weil die Unter­schie­de zwi­schen ein­zel­nen Pro­ben sonst sehr groß sein können.

Ent­schei­dend ist dabei nicht nur ein ein­zel­ner Spit­zen­wert. Beson­ders inter­es­sant ist der gesam­te Ver­lauf der Kraft-Weg-Kur­­ve.

Bei einem sprö­den Pro­dukt zeigt die Kraft-Weg-Kur­­ve typi­scher­wei­se zahl­rei­che klei­ne Kraft­ab­fäl­le. Jeder die­ser Abfäl­le steht für ein Bruch­er­eig­nis inner­halb der Pro­dukt­struk­tur. Dabei sind die Bruch­er­eig­nis­se selbst sehr schnell und erfor­dern eine hohe Mess­ra­te – die Soft­ware Expo­nent Con­nect erfasst dafür bis zu 2.000 Mess­punk­te pro Sekun­de. Wie sich die­se Bruch­er­eig­nis­se in der Pra­xis zei­gen, ver­an­schau­licht die Kraft­kur­ve einer Corn­flakes-Pro­­be in einer Kramer-Scherzelle:

Je nach Prüf­auf­bau und Fra­ge­stel­lung kön­nen bei­spiels­wei­se fol­gen­de Para­me­ter aus­ge­wer­tet werden:

  • Bruch­kraft: der höchs­te Kraft­wert bis zum Ver­sa­gen des Produkts
  • Weg bis zum Bruch: wie stark sich die Pro­be vor dem Bruch ver­formt
  • Kur­ven­an­stieg: ein Maß für die Stei­fig­keit vor dem ers­ten Bruch
  • Anzahl und Höhe der Kraft­ab­fäl­le: ein Hin­weis dar­auf, wie stark die Struk­tur beim Bruch frag­men­tiert
  • Flä­che unter der Kur­ve: ein Maß für die wäh­rend des defi­nier­ten Prüf­wegs auf­ge­wen­de­te mecha­ni­sche Arbeit

Mit zuneh­men­der Feuch­te sinkt bei vie­len Pro­duk­ten die Bruch­kraft, wäh­rend der Ver­for­mungs­weg zunimmt. Beson­ders deut­lich zeigt sich der Tex­tur­ver­lust jedoch häu­fig in der Form der Kur­ve: Die vie­len ein­zel­nen Bruch­er­eig­nis­se wer­den weni­ger, und der Ver­lauf wird glatter.

Selbst Pro­ben der­sel­ben Char­ge erzeu­gen kei­ne iden­ti­schen Kur­ven, denn jedes Stück bricht etwas anders. Ent­schei­dend sind des­halb statt deckungs­glei­cher Kur­ven­ver­läu­fe wie­der­keh­ren­de, repro­du­zier­bar aus­wert­ba­re Merk­ma­le. Mehr Infor­ma­tio­nen zur Inter­pre­ta­ti­on von Kraft-Weg-Kur­­ven inklu­si­ve einer detail­lier­ten Kur­ven­ana­ly­se fin­den Sie auch auf der Web­site von Sta­ble Micro Sys­tems: How to mea­su­re cris­pness / crunchiness

Die „vier­te Dimen­si­on“: Akus­tik als zusätz­li­che Messgröße

Knusp­rig­keit wird nicht nur gespürt, son­dern auch gehört. Wer sie umfas­sen­der erfas­sen möch­te, kann des­halb zusätz­lich die Geräu­sche beim Bruch messen.

Der Acou­stic Enve­lo­pe Detec­tor (AED) nimmt über ein kali­brier­ba­res Mikro­fon direkt an der Pro­be die ent­ste­hen­den Schall­emis­sio­nen auf. Gleich­zei­tig erfasst der Tex­tu­re Ana­ly­ser Kraft, Weg und Zeit.

In der Soft­ware las­sen sich bei­de Daten­spu­ren syn­chron dar­stel­len. Kraft­ver­lauf und Schall­si­gnal kön­nen über­ein­an­der­ge­legt wer­den, sodass sicht­bar wird, wel­ches mecha­ni­sche Bruch­er­eig­nis mit wel­chem Geräusch ver­bun­den ist.

Der AED ist spe­zi­ell für sprö­de Pro­duk­te aus­ge­legt und erfasst beson­ders die Fre­quen­zen, die bei sol­chen Bruch­vor­gän­gen ent­ste­hen. Maschi­­nen- und Umge­bungs­ge­räu­sche im Labor wer­den dabei gezielt her­aus­ge­fil­tert. Zusätz­lich lässt sich ein Hoch­pass­fil­ter ein­stel­len; werk­sei­tig liegt die­ser bei 3 kHz. Des­halb ist eine sepa­ra­te Schall­kam­mer für die Mes­sung nicht erforderlich.

Tex­tur­ver­lust über die Lager­zeit verfolgen

Eine ein­zel­ne Mes­sung ist nur eine Moment­auf­nah­me. Für Aus­sa­gen zur Lager­sta­bi­li­tät braucht es eine Mess­rei­he unter defi­nier­ten Bedin­gun­gen.

Dafür wer­den Pro­ben der­sel­ben Char­ge unter fest­ge­leg­ten Lager­be­din­gun­gen auf­be­wahrt und in regel­mä­ßi­gen Abstän­den geprüft. Der Aus­gangs­wert direkt nach der Pro­duk­ti­on dient als Refe­renz. Alle spä­te­ren Mes­sun­gen las­sen sich damit vergleichen.

Beson­ders auf­schluss­reich wird eine sol­che Unter­su­chung, wenn meh­re­re Varia­blen par­al­lel getes­tet wer­den – zum Bei­spiel unter­schied­li­che Lager­be­din­gun­gen, Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en oder Rezep­tu­ren. So zeigt sich, wel­che Vari­an­te ihre mecha­ni­sche Struk­tur unter den jewei­li­gen Bedin­gun­gen am längs­ten behält.

Wo die akzep­ta­ble Gren­ze liegt, defi­niert das Unter­neh­men selbst. Die Mes­sung hilft dabei, eine sen­so­risch defi­nier­te Akzep­tanz­gren­ze mit repro­du­zier­ba­ren Mess­wer­ten zu ver­knüp­fen. So lässt sich bei­spiels­wei­se eine Spe­zi­fi­ka­ti­on fest­le­gen, die an ver­schie­de­nen Stand­or­ten nach den­sel­ben Kri­te­ri­en geprüft wer­den kann

Wie lan­ge bleibt Ihr Pro­dukt knusprig?

Ob Rezep­tur, Pro­zess, Ver­pa­ckung oder Lager­be­din­gun­gen: Mit einer geeig­ne­ten Tex­tur­mes­sung lässt sich nach­voll­zie­hen, wann sich die Struk­tur eines Snacks ver­än­dert – und wel­che Vari­an­te ihre Knusp­rig­keit am längs­ten behält.

Als exklu­si­ver Ver­triebs­part­ner von Sta­ble Micro Sys­tems in Deutsch­land und Öster­reich unter­stüt­zen wir Sie dabei, eine pas­sen­de Prüf­me­tho­de für Ihr Pro­dukt auf­zu­bau­en – von der Aus­wahl der Vor­rich­tung über die Fest­le­gung repro­du­zier­ba­rer Prüf­pa­ra­me­ter bis zur Aus­wer­tung Ihrer Messdaten.

Sie möch­ten wis­sen, was die Knusp­rig­keit Ihres Pro­dukts mess­bar macht?
Spre­chen Sie uns an – gemein­sam fin­den wir die pas­sen­de Prüfmethode.

Rele­van­te Produkte:

  • Das Flagg­schiff unter den Tex­tu­re Ana­ly­sern von Sta­ble Micro Sys­tems ist eine fle­xi­ble und zuver­läs­si­ge Uni­ver­sal­prüf­ma­schi­ne für den Labor­tisch. Sie über­zeugt durch ihre Viel­sei­tig­keit, Prä­zi­si­on und die naht­lo­se Inte­gra­ti­on exter­ner Sys­te­me für umfas­sen­de Analyseanwendungen. 
  • Kali­brier­ba­res Spe­­zi­al-Mikro­­fon zur Ana­ly­se der Geräu­sche wäh­rend Texturanalysen. 
  • Mess­stem­pel für den Tex­tu­re Ana­ly­ser zur Pene­­tra­­ti­ons- und Konsistenzmessung. 
    Aus­füh­rung wählen Die­ses Pro­dukt weist meh­re­re Vari­an­ten auf. Die Optio­nen kön­nen auf der Pro­dukt­sei­te gewählt werden  Details
  • Vor­rich­tung für Bruch­fes­tig­keits­mes­sun­gen mit dem Tex­tu­re Analyser. 
  • Scher­zel­le für den Tex­tu­re Ana­ly­ser mit 5 oder 10 Klin­gen zur Unter­su­chung von (geo­me­trisch) ungleich­mä­ßi­gen Proben. 
    Aus­füh­rung wählen Die­ses Pro­dukt weist meh­re­re Vari­an­ten auf. Die Optio­nen kön­nen auf der Pro­dukt­sei­te gewählt werden  Details
  • Zel­le mit unter­schied­li­chen Extru­si­ons­plat­ten zur Unter­su­chung von geo­me­trisch unbe­stimm­ten Proben.